Aminosäure Arginin: Das ist die Wirkung

Die Wirkung der Aminosäure Arginin stellt für viele verschiedene Körperfunktionen eine wichtige Rolle dar. Sie benötigen Arginin für eine vollständige Funktionsweise. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen Einblick in die Wirkungsweise von Arginin.

Die Wirkung der Aminosäure Arginin im Körper

Arginin gehört zu den semi-essentiellen Aminosäuren. Das bedeutet, sie sind bedingt lebensnotwendig. Der menschliche Körper kann sie zum Teil selbst produzieren, fehlende Anteile lassen sich gut über die Nahrung ergänzen.

  • Arginin enthält Stickstoff: Der Körper kann nur aus Arginin Stickstoffmonoxid gewinnen, womit die Weitung der Blutgefäße gesteuert werden kann. Arginin nimmt daher Einfluss auf die Durchblutung und den Blutdruck.
  • Bluthochdruck: Ein hoher Blutdruck gilt als Risikofaktor für Arteriosklerose. In einer Studie nahmen die Probanden über mehrere Monate ein Arginin Präparat ein. In der Auswertung wurden positive Effekte von Arginin bei leichtem Bluthochdruck nachgewiesen.
  • Positive Wirkungen: Sportler nutzen eine erhöhte Argininzufuhr, da es sich positiv auf Ausdauer, Kraft und die Regenration auswirkt. Es kann sogar Wachstumshormone freisetzen. Das wirkt sich wiederum auf den Muskelaufbau und die eigene körperliche Leistung aus.
  • Diabetes Typ II: Ältere Menschen weisen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Insulin aus der Bauchspeicheldrüse auf. Eine Studie von 2001 belegt, dass Arginin die Insulinempfindlichkeit steigert. Durch Arginin lässt sich auch Diabetes vorbeugen, es verhilft den insulinproduzierenden Beta-Zellen, sich zu regenerieren.
  • Potenzstörungen: Sie treten meist durch Durchblutungsstörungen mit zunehmendem Alter auf. Die Ursache dafür liegt in einer geringeren Flexibilität der Blutgefäße. Arginin wirkt also auch bei Erektionsproblemen.
  • Immunsystem: Die Verabreichung von Arginin kann das Immunsystem bei kranken Menschen stärken. Genesungsprozesse schreiten schneller und besser voran. 
  • Weitere Einsatzmöglichkeiten, in denen sich eine Arginin Zugabe positiv auswirkt, ergeben sich für Risikoschwangere, um eine Prä-Eklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) zu verhindern sowie bei Blutvergiftungen und einer nekrotisierende Enterokolitis (Magen-Darm-Erkrankung bei Kleinkindern).

Funktionsweisen der Aminosäure

Neben der beschriebenen Wirkweisen der Aminosäure Arginin, lassen sich mehrere Funktionsweisen wie folgt zusammenfassen. Die Aminosäure Arginin:

  • reguliert Durchblutung und Blutdruck mit,
  • hilft bei der Entstehung von Spermien,
  • hilft beim Aufbau körpereigener Kollagene und Eiweiß,
  • hilft mit, den Körper zu entgiften (Beteiligung am Harnstoffzyklus),
  • verhilft zur höheren Ausschüttung von Wachstumshormonen, 
  • verhilft dem Immunsystem zu einem reibungsloseren Ablauf.

Die Aminosäure Arginin zeigt eine hohe Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

So viel Arginin benötigt der Körper

Je nachdem, wie alt, gesund, krank oder besonders belastet (z.B. durch Sport) der Mensch ist, steigt der Bedarf an der Aminosäure Arginin an. 

  • Ein Mangel an Arginin kann zu hohem Blutdruck, Infektanfälligkeiten und Wundheilungsstörungen führen. In der Medizin findet die Therapie mit Arginin Präparaten eine zunehmende Bedeutung.
  • Sportler und ältere Menschen sollten sich stets an die Dosierungsangaben von Nahrungsergänzungsmitteln halten. Überdosierungen können zwar nur leichte Nebenwirkungen aufweisen, allerdings sind Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten möglich.
  • Über 200 Lebensmittel liefern L-Arginin, womit Sie Ihren körpereigenen Haushalt anreichern können. Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten sehr viel Arginin. Weiterhin sind Hähnchenbrust Lachs und Garnelen, sowie Rindfleisch geeignete Arginin-Lieferanten.
  • Die moderne Küche liefert zu dem sehr viele Rezepte, die mit Arginin-Lieferanten arbeitet. Sehr lecker sind Mandel-Macarons. Als Hauptgerichte eignen sich Linsen-Dal und Hähnchen-Fajita.

Im nächsten Praxistipp erfahren Sie, worauf Sie bei Nahrungsergänzungsmitteln achten sollten.

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