Goji Beere pflanzen – so geht’s

Eine Goji Beere im Garten zu pflanzen, ist leicht. Trotzdem brauchen Sie einen langen Atem, da die erste Ernte auf sich warten lässt. Aber das lohnt sich: Die Beeren sind getrocknet eine beliebte Zutat in Smoothies und Müslis, doch sie schmecken auch frisch sehr köstlich, ganz besonders aus dem eigenen Garten.

Das müssen Sie wissen, bevor Sie Ihre Goji Beere pflanzen

Ursprünglich stammt die Goji Beere aus China, sie kommt aber auch mit den klimatischen Bedingungen hierzulande wunderbar klar. Der Strauch, auch Bocksdorn oder Wolfbeere genannt, kann bis zu drei Meter hoch werden und blüht von Juni bis August mit lilafarbenen Blüten. Daraus entwickeln sich dann die orange-roten Beeren, die dank der vielen gesunden Inhaltsstoffe zum Superfood gekürt wurden.

  • Die verschiedenen Sorten der Goji Beere werden in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bildet orangerote, gefurchte Früchte, die sich durch milden Geschmack auszeichnen und ideal für den Rohverzehr geeignet sind. Dazu zählen die Sorten NQ1, L22, und Turgidus. Diese wurden zudem von Botanikern so gezüchtet, dass sie robuster sind gegenüber Krankheiten als jene, der zweiten Gruppe.
  • Die zweite Gruppe hat signalrote Früchte, die ebenfalls süß sind – Hierbei wurde versucht, den herben Geschmack der Beeren herauszuzüchten. Die Sorten heißen zum Beispiel Big & Sweet, Korean Big, Instant Success und Sweet Lifeberry. Sie sind darauf gezüchtet, eine möglichst umfangreiche Ernte zu erzielen. 
  • Der Strauch trägt erstmals drei Jahre nach seiner Pflanzung Früchte.
  • Da die Früchte nach und nach reifen, erstreckt sich der Erntezeitraum über sechs bis acht Wochen. Teilweise sind die ersten Früchte ab Mitte August reif, die Ernte kann sich aber auch bis in den Oktober erstrecken.

Standort, Boden und Pflanzung

Sie sollten für Ihre eigene Goji Beere einen sonnigen, luftigen Standort in Ihrem Garten auswählen. Sonst kann es schnell zu Mehltau kommen. Der Boden sollte humos, durchlässig und ausreichend feucht sein. Um diese Bedingungen zu erfüllen, können Sie nachhelfen indem sie die Erde mit einem Teil Sand und Humus durchmischen.

  • Unter solchen idealen Bedingungen ist die Pflanze starkwüchsig und bildet viele Ausläufer, deshalb braucht jeder Strauch genügend Platz, etwa 1 m² ist hier ideal.
  • Der beste Pflanzzeitpunkt ist von März bis Mai. Theoretisch kann die Goji Beere aber ganzjährig gepflanzt werden, solange der Boden nicht gefroren ist.
  • Wenn sie ihre Pflanze in den Garten setzen wollen, sollte Sie ein 40 cm tiefes Pflanzloch ausheben, anschließend organischen Dünger wie etwa Kompost hineingeben, die Pflanze in das Loch stellen und zuletzt alles mit Erde auffüllen.
  • Es ist empfehlenswert einen Gießwall anzulegen, denn besonders in der ersten Zeit muss die Pflanze häufig gegossen werden. Das sollten sie auch unmittelbar nach dem Einpflanzen reichlich tun.
  • Goji Beeren wachsen aber auch im Kübel sehr gut. Der Strauch bleibt zwar kleiner, allerdings trägt er trotzdem reichlich Beeren. Der Kübel sollte allerdings groß genug sein und über Ablauflöcher verfügen.

Im Handel gibt es die Beeren getrocknet, doch Hobbygärtner können die Goji Beere auch im eigenen Garten pflanzen und reichlich ernten.

Die Pflege des Goji-Strauchs

Die Goji Beere braucht vor allem am Anfang bis sie richtig angewachsen ist viel Wasser. Staunässe sollten sie allerdings genauso vermeiden wie längere Trockenzeiten. Auch Kübelpflanzen sollten Sie besonders zu Beginn reichlich Gießen, später sollten Sie dann darauf achten, dass die Erde immer leicht feucht ist.

  • Der Nährstoffbedarf der Pflanze ist recht bescheiden. Sie freut sich im Frühjahr über eine Düngung, idealerweise mit Kompost, und ist dann das restliche Jahr versorgt.
  • Damit ihre Ernte besonders ertragreich wird, ist es nötig, den Strauch richtig zu schneiden, das sollten Sie immer im Herbst machen. Im ersten Jahr muss er auf 20 cm zurückgeschnitten werden, damit er dann von unten her dichter verzweigt. Im Folgejahr sollte er bis auf fünf Haupttriebe ausgelichtet werden.
  • Da die Goji Beere bis -26 °C frosthart ist, übersteht sie die meisten Winter hierzulande ohne Probleme und ohne weiteren Schutz. Nur Jungpflanzen sollten sie in den ersten Jahren noch durch eine Abdeckung schützen.
  • Auch Kübelpflanzen brauchen etwas Unterstützung, damit der Wurzelballen nicht vollständig durchfriert. Helfen kann hier ein Pflanzenvlies, mit dem der Topf umwickelt wird, eine isolierende Unterlage und ein geschützter Standort.
  • Der Strauch ist sehr anfällig für Mehltau, aus diesem Grund ist eine gute Vorsorge wichtig. Beispielsweise kann die Pflanze regelmäßig mit einem Sud aus Ackerschachtelhalm besprüht werden, der auch bei Verzehr der Früchte unbedenklich ist. Sollte es zu einem Befall kommen, sollten betroffene Triebe direkt abgeschnitten werden.

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