Hirtentäschel: Alles zur Wirkung der Heilpflanze

Bei Hirtentäschel handelt es sich um ein weitverbreitetes Kraut, das nahezu an jedem Straßenrand wächst. In der Küche werden die herzförmigen Samen verwendet. Die Wirkung auf den Körper ist dagegen nur wenigen bekannt.

Hirtentäschel – kleiner Weltbürger mit großer Wirkung auf das Blut

Capsella bursa-pastoris heißt das Hirtentäschelkraut botanisch. Die kleinen herzförmigen Schötchen stehen seit 8000 Jahren auf unserem Speiseplan. Inzwischen ist die Pflanze überall auf der Welt heimisch. Neben nützlichen Vitaminen in den Blättern enthält sie weitere Stoffe, die in der Volksmedizin geschätzt werden.

  • Neben Aminosäuren und Eiweiß enthält die Pflanze die Vitamine A, B und C. Diese unterstützen unter anderem Ihr Immunsystem, sorgen für starkes Bindegewebe und helfen dem Körper bei der Aufnahme von Eisen. Sie stärken die Konzentration und werden für den Sehvorgang und den Aufbau von Haut und Blutkörperchen benötigt.
  • Flavonoide, wie Kämpferol und Rutin, schützen Ihre Zellen und helfen bei Gefäßschwäche.
  • Das Kraut wirkt gerinnungsfördernd, daher wird es in der Volksheilkunde besonders bei Blutungen aller Art eingesetzt. Beispielsweise gegen Nasenbluten, starke Regelblutung und Wunden.
  • Die zusammenziehende, harntreibende und im Harnwegsbereich antiseptische Wirkung machte Hirtentäschelkraut beliebt gegen Blasenentzündung.
  • In der traditionellen chinesischen Medizin wird es auch bei Blutungen nach der Geburt und bei Bluthochdruck verwendet.
  • Wichtig: Hausmittel ersetzen keine professionelle Diagnose. Bei starken oder lang anhaltenden Beschwerden suchen Sie immer einen Arzt auf.

Zubereitung und Ernte von Hirtentäschelkraut

Die Medizingeschichte des kleinen Krautes, das viele Volksnamen, wie Beutelschneider, Schinkenkraut, Herzelkraut, Schülersäckel oder Kochlöffel besitzt, beginnt im fünfzehnten Jahrhundert. Die älteren Erwähnungen beziehen sich auf eine verwandte Art aus dem Mittelmeerraum.

  • Von April bis September kann die blühende Pflanze für Teezubereitungen genutzt werden. Die Samen schmecken in Salaten und über Speisen gestreut.
  • Das unscheinbare Kraut, das fast auf jedem Acker zu finden ist, geriet in Vergessenheit, bis es durch Kneipp wieder an Bedeutung gewann. Er empfahl, das Kraut bei Blutungen und Leibschmerzen mit heißem Weißwein zu überbrühen und abgeseiht schluckweise zu trinken.
  • Einen heilkräftigen Tee für zwei Tassen bereiten Sie aus vier Teelöffeln des getrockneten Krautes oder zwei Teelöffeln des frischen Krautes zu. Diese werden über den Tag schluckweise und ungesüßt getrunken.

Hirtentäschel - anerkannte Wirkung und lecker im Salat

Videotipp: Fenchel für den Einsatz in der Küche

Fenchel - Das Heilkraut, das sich auch in der Küche einsetzen lässt

Lesen Sie im nächsten Tipp alles über die Wirkung von Arnika.

Neueste Freizeit & Hobby-Tipps