Muskelfaserriss oder Zerrung: Das ist der Unterschied

Sportler erleiden beim Training oft eine Muskelzerrung oder sogar einen Muskelfaserriss. Unterschiede bestehen dabei in der Art der Verletzung. Welche Symptome darauf hindeuten und wie eine geeignete Therapie aussieht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Unterschied zwischen Muskelfaserriss und Muskelzerrung

Beim Sport kann es durch Überlastung zu Muskelverletzungen kommen.

  • Wer regelmäßig und vor allem viel trainiert, läuft Gefahr, eine Muskelzerrung zu erleiden. Dabei werden die kleinsten Anteile, die sogenannten Sarkomere innerhalb des Muskels gedehnt. Das geschieht in so einem starken Ausmaß, dass sie in ihrer Funktion beeinträchtigt werden.
  • Das führt zu mäßig bis starken Schmerzen im betroffenen Bereich. Die Bewegungsfähigkeit kann eingeschränkt sein und an ein weiteres Training ist erstmal nicht zu denken.
  • Eine weitaus langwierigere Verletzung stellt der Muskelfaserriss dar. Dabei zerreißen die Muskelfasern im Muskel, was einen starken, reißenden Schmerz auslöst. Bewegungen sind nur noch eingeschränkt möglich und die Heilung dauert deutlich länger. 
  • Als Ursachen für beide Verletzungen kommen sowohl eine Überbelastung beim Sport als auch Trainingsunfälle in Frage. Gerade Sportarten mit abrupten Bewegungen wie Tennis oder Fußball können zu Zerrungen oder einem Riss führen.
  • Begünstigt wird das Unfallrisiko durch mangelnde Dehnfähigkeit, nasskalte Witterung oder vorausgegangene, nicht ausgeheilte Erkrankungen der Muskulatur. Je nach Schweregrad muss unmittelbar nach der Verletzung mit einer geeigneten Therapie begonnen werden.

Therapie bei Muskelfaserriss und Muskelzerrung

Bei Verletzungen der Muskulatur dauert die Regeneration des Körpers unterschiedlich lange.

  • Je nachdem, wie schwer der Schaden im Muskelgewebe ist, dauert es Tage bis Wochen, bis Sie wieder fit sind. In dieser Zeit ist das Training verboten und körperliche Schonung ist angesagt.
  • Direkt im Anschluss an die Verletzung, also noch auf der Trainingsfläche ist es wichtig, sofort die Belastung zu unterbrechen. Die betroffene Seite sollten Sie gut kühlen und erst einmal ruhigstellen. Achten Sie beim Kühlen jedoch darauf, das Eis nicht direkt auf die Haut zu geben, um Kälteschäden im Gewebe zu vermeiden. Nehmen Sie lieber ein dünnes Tuch, in das Sie das Eis einschlagen.
  • Nach der Diagnosestellung durch einen Arzt können Sie mithilfe von physiotherapeutische Anwendungen, Massagen oder Elektrotherapie den Heilungsverlauf unterstützen. Schmerzen werden durch schmerz- und entzündungshemmende Medikamente wie Diclofenac oder Ibuprofen gelindert. 

Unterschiede zwischen Zerrung und Muskelfaserriss

Auch ohne Verletzungen tut es ab und an gut, die Muskeln gezielt zu entsannen. Welche Methoden es dafür gibt, zeigen wir im nächsten Praxistipp. 

Neueste Freizeit & Hobby-Tipps