Omega-6-Fettsäuren: Was Sie darüber wissen sollten

Omega-6-Fettsäuren haben einen schlechten Ruf, denn sie gelten als gesundheitsschädlich. Da unsere Nahrung in den Zeiten der industriellen Lebensmittelherstellung zu viel Omega-6 enthält, verzehren wir zu wenig der gesunden Omega-3-Fettsäuren.

Omega-6-Fettsäuren begünstigen Entzündungen

In Zeiten der industriellen Herstellung von Lebensmitteln überwiegen in den meisten Produkten die Omega-6-Fettsäuren. Um optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt zu sein, sollte ein Gleichgewicht zwischen Omega-6- und Omega-3- Fettsäuren in unserer Nahrung herrschen. Das ist allerdings immer weniger der Fall.

  • Omega-6-Fettsäuren gehören zu den gesättigten Fettsäuren, die sich schlecht auf unsere Gesundheit auswirken sollen.
  • Im Durchschnitt verzehrt ein Erwachsener etwa 15 Mal mehr Omega-6-Fettsäuren als der als gesund geltenden ungesättigten Omega-3-Fettsäure. 
  • Im Grunde genommen sind Omega-6-Fettsäuren gesund. Der menschliche Körper benötigt die Fettsäure, um zum Beispiel Reparatur- und Wachstumsprozesse des Körpers in Schwung zu halten. Omega- 6 ist deshalb fester Bestandteil der menschlichen Zellmembran. 
  • Die übermäßige Zufuhr der Omega-6-Fettsäure bewirkt allerdings einen schädlichen Effekt auf Ihren Körper. Die im Omega-6 enthaltene Arachidonsäure bildet Gewebshormone. Diese wirken ähnlich wie eine Immunabwehr auf Ihren Körper, indem sie die Entstehung von Entzündungen fördern.   
  • Während Entzündungen bei einer Erkältung ganz nützlich sein können, da sie dabei helfen Krankheitserreger abzuwehren, ist das bei einem gesunden Organismus schädlich für die Blutgefäße.
  • Je leichter Entzündungen entstehen können, desto wahrscheinlicher ist es an bestimmten Krankheiten zu erkranken. Dazu gehören zum Beispiel Allergien, Krebs, Schlaganfall, Demenz oder Diabetes. 
  • Je mehr Omega-6-Fettsäuren Sie zu sich nehmen, desto stärker gerinnt Ihr Blut. Folglich führt das zur Verengung der Blutgefäße. Bilden sich zu viele Blutgerinnsel in den Gefäßen. Diese können Schlaganfälle oder einen Herzinfarkt auslösen.

Ausgleich zwischen Omega-6- und Omega-3 Fettsäuren

Um gesund zu bleiben, sollten sowohl Omega-6 als auch Omega-3-Fettsäuren in gleichen Maßen dem Körper durch Nahrung zugeführt werden. Denn der natürliche Gegenspieler von Omega-6 ist Omega-3. 

  • Omega-3- Fettsäuren hemmen im Gegensatz zu Omega-6 Entzündungen im Körper und machen das Blut flüssiger. Werden beide Stoffe dem Körper gleichmäßig zugeführt, entsteht eine Balance in Ihrem Körper, die den Organismus gesund hält.
  • Der Überschuss an Omega-6-Fettsäuren entsteht durch den Verzehr von ungesunden Lebensmitteln. Dazu gehört zum Beispiel das Fleisch von Tieren aus der Massentierhaltung. Denn dieses wird bereits den Tieren in ausreichender Menge durch günstiges Futtermittel, wie Sojaschrot, zugeführt. Dadurch enthält das Fleisch eine erhöhte Menge an Omega-6-Fettsäuren, die Sie durch den Verzehr aufnehmen.
  • Neben Fleisch ist Omega-6 auch in vielen Fertigprodukten zu finden. Dazu gehören zum Beispiel fertige Backwaren, die billige Öle, wie zum Beispiel Sonnenblumenöl, Sojaöl oder Maiskernöl enthalten und diese wiederum viel Omega-6.
  • Auch Butter und Käse enthalten viel Omega-6. Rohmilch dagegen weniger.
  • Um eine ausreichende Menge an Omega-6 und Omega-3 durch die Nahrung zu erhalten, sollten Sie deshalb immer auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. 
  • Omega-3 ist in vielen Fischsorten, wie zum Beispiel der Makrele, dem Lachs oder dem Hering enthalten. Wildfische enthalten dabei mehr Omega-3-Fettsäuren. Fische aus der Anzucht werden häufig mit Futtermitteln gefüttert, die viel Omega-6 enthalten.
  • Neben Fisch finden Sie reichlich Omega-3 in Algen, Chiaöl, Rapsöl uns Leinöl. 

Durch eine gesunde Ernährung halten Sie die Zufuhr von Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren im Gleichgewicht.

Leinöl enthält viel der gesunden Omega-3-Fettsäuren. Wie das Leinöl wirkt und wie Sie es anwenden können, erfahren Sie in unserem nächsten Beitrag.  

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