Renteneintrittsalter: Ab wann Sie Geld bekommen und wie viel

Es gibt vom Gesetzgeber festgelegte Renteneintrittsalter, nach denen Sie Ihre Rente beantragen können. Jedoch müssen Sie Abzüge in Kauf nehmen, wenn Sie früher in Rente gehen. Alle Infos zur Thematik lesen Sie im Beitrag.

Renteneintrittsalter und Jahrgang

Das Renteneintrittsalter erhöht sich stufenweise, abhängig davon, in welchem Jahr Sie geboren wurden. Wir erklären Ihnen, wann Sie mit welchen Alter in die Rente gehen können, ohne Abschlag.

  • Als Basis dient der Geburtsjahrgang 1947. Sind Sie in diesem Jahr geboren, können Sie im Alter von 65 Jahren in die Rente gehen. Mit jedem dazu gekommenen Jahr erhöht sich das Renteneintrittsalter um einen Monat.
  • Das bedeutet: Sind Sie beispielsweise 1957 geboren, können Sie ohne Abzüge in die Rente mit einem Alter von 65 Jahren und 10 Monaten gehen.
  • Ab 2024 gilt ab Geburtsjahrgang 1964 das Regelrenteneintrittsalter von 67 Jahre. 
  • Ausgenommen von dieser Regel sind langjährige Versicherte mit mindestens 45 Jahren Versichertenzeit, schwerbehinderte Menschen und langjährige Bergbauarbeiter. Diese haben bereits mit 63 oder 65 Jahren einen Rentenanspruch.
  • Hinweis: Die hier aufgeführten Regelungen gelten ausschließlich für Menschen, die in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Beamte erhalten ein Pension, für die es abweichende Regelungen gibt.

Frühzeitig oder später in Rente gehen

Wenn Sie zu Ihrem Renteneintrittsalter in Rente gehen, erhalten Sie abschlagsfrei Ihr volles Rentengeld. Möchten Sie jedoch vorzeitig Ihre Rente in Anspruch nehmen, müssen Sie mit Abschlägen rechnen. Sie können auch trotz Rentenanspruch weiter arbeiten.

  • Nach 35 Jahren Beitragszeit greift die langjährige Versichertenrente und Sie können bereits früher in Rente gehen. Jedoch wird Ihnen mit jedem Jahr, dass Sie vor Ihrem eigentlichen Renteneintrittsalter in Rente gehen, ein Abschlag von 3,6 Prozent abgezogen.
  • Andersherum erhalten Sie mit jedem Monat, den Sie länger als nötig arbeiten, einen Zuschlag von 0,5 Prozent auf Ihren Rentenanspruch. Die Landesversicherungsanstalt rechnet Ihre Rentenansprüche aus.
  • Je nach Höhe Ihres Arbeitseinkommens in den beruflichen Jahren sammeln Sie Entgeldpunkte, so genannte Rentenpunkte. Haben Sie in einem Jahr genauso viel verdient, wie die meisten Deutschen, bekommen Sie einen Punkt. Lagen Sie bei der Hälfte, bekommen sie einen halben Punkt.
  • Jedem Rentenpunkt ist ein bestimmter Geldwert zugeordnet. Er nennt sich Rentenwert. Dieser liegt momentan zwischen 31 und 33 Euro. Hinzu kommen Auf- und Abschläge, die individuell anzusehen sind.
  • Für eine berufliche Tätigkeit neben dem Bezug der Rentenleistungen gelten besondere Vorschriften, mit denen Sie sich vor der Jobannahme gründlich auseinandersetzen sollten. Verdienen Sie nebenher zu viel Geld, drohen Abzüge von der Rente.

Das Renteneintrittsalter richtet sich nach Geburtsjahrgang, Beitragszeit und persönlichen Umständen.

Videotipp: Rente berechnen – Webseiten und Formeln

Rente berechnen: Webseiten und Formeln

Welchen Anspruch Sie bezüglich Rente haben, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit vermindert ist, erklären wir Ihnen im nächsten Beitrag.

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