Schufa-Eintrag: Wie lange bleibt er bestehen?

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie lange ein Schufa-Eintrag bestehen bleibt. Nach einer gewissen Zeit müssen Ihre Einträge gelöscht werden, da diese sie sonst zu sehr belasten würden. Je nach Eintrag gelten aber unterschiedliche Fristen.

Wie lange der SCHUFA-Eintrag bleibt: Was ist das und wie bekommt man überhaupt einen?

SCHUFA-Einträge werden von der Schufa Holding AG mit Sitz in Wiesbaden gesammelt. Ausformuliert bedeutet SCHUFA “Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung”. Das Unternehmen sammelt und speichert sämtliche Informationen von Verbrauchern, die auf dessen Kreditwürdigkeit hinweisen. Schließen Sie also als Kunde einen Vertrag mit einem Unternehmen, kann diese Firma Ihre Kreditwürdigkeit oder auch Bonität bei der SCHUFA abfragen.

  • Gespeichert werden jedoch nicht nur negative Einträge. Sobald Sie einen Vertrag abschließen, wird auch dies als SCHUFA-Eintrag vermerkt.
  • Damit ein SCHUFA-Eintrag zustande kommt, müssen folgende Kriterien erfüllt sein. 
  • 1. Es steht eine offene Forderung aus, der von keiner Seite widersprochen wurde. 
  • 2. Der Schuldner hat zwei Mahnungen mit einem Abstand von vier Wochen erhalten und nicht reagiert.
  • 3. In einer der beiden Mahnungen wurde mit einem negativen SCHUFA-Eintrag gedroht, falls die Zahlung nicht fristgemäß beglichen werde.
  • Tipp: Wenn Sie nicht wissen, ob Sie einen Schufa-Eintrag haben, sollten Sie sich einmal pro Jahr kostenlos Ihre eigene Schufa-Auskunft geben lassen.

Schufa-Eintrag: So lange bleibt er bestehen

Es ist gesetzlich geregelt, wie lange Ihre Schufa-Einträge bestehen bleiben dürfen. Trotzdem ist es ratsam, dass Sie Ihre Einträge regelmäßig kontrollieren, da die Löschung oft zu spät erfolgt. Es kommt aber immer darauf an, um welche Art Eintrag es sich handelt.

  • Falls Sie vertraglich geregelten Zahlungen nicht nachgekommen sind, wird dies für drei Jahre gespeichert. Die Frist fängt an, sobald Sie Ihren Forderungen wieder nachkommen.
  • Sobald Sie Ihren Kredit vollständig zurückgezahlt haben, bleibt der Eintrag darüber noch genau drei Jahre bestehen.
  • Wenn Sie eine Kontoeröffnung oder den Abschluss eines Mobilfunkvertrages anfragen, geht darüber eine Meldung bei der Schufa ein. Diese Meldung darf maximal zwölf Monate gespeichert werden. Sie wird aber nur 10 Tage nach der Anfrage in der Auskunft berücksichtigt.
  • Bei Auflösung eines Kontos muss der Eintrag über dieses Konto sofort gelöscht werden.
  • Sollten Sie einer Forderung von unter 1000 Euro nicht nachgekommen sein, wird dies auch vermerkt. Sobald sie diese Summe aber beglichen haben, können Sie ihn sofort löschen lassen.

Fristen für Sonderfälle beim SCHUFA-Eintrag

Es gibt noch einige unübliche Einträge, für die auch besondere Fristen gelten.

  • Wenn Sie Privatinsolvenz anmelden, dauert dieses Verfahren 6 Jahre. Nach Abschluss des Verfahrens bleibt der Eintrag bei der Schufa noch weitere 3 Jahre bestehen. Insgesamt ist dieser Eintrag also mindestens 9 Jahre vorhanden.
  • Wenn Sie als Bürger die übernommene Hauptschuld bezahlt haben, wird der Eintrag sofort gelöscht.
  • Öffentliche Daten wie zum Beispiel Einträge aus den Schuldnerverzeichnissen von Amtsgerichten werden auch für drei Jahre gespeichert. Danach müssen sie automatisch gelöscht werden.

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(Tipp ursprünglich verfasst von: Yannick Börner )Neueste Internet-Tipps