Sony Xperia 1 im Kamera-Test: Meine Erwartungen – und die Realität

Toll! Endlich wieder ein gutes Kamera-Smartphone, das weder von Samsung noch Huawei stammt – hat Sony zumindest mit dem Xperia 1 versprochen. GIGA-Redakteur Peter hat sich das neue Triple-Kamera-Handy geschnappt und eine Teststrecke mit verschiedenen Motiven absolviert. Das ist sein Kamera-Test.

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Sony Xperia 1 im Kamera-Test: Die Details der Sensoren

Das Sony Xperia 1 ist das allererste Handy des japanischen Herstellers, das nicht nur mit drei Sensoren auf der Rückseite ausgestattet ist, sondern auch in Zusammenarbeit mit der „Alpha“-Abteilung entwickelt wurde. Beginnen wir mit den technischen Eigenschaften der Sensoren:

  • 12-MP-Weitwinkel mit f/1.6-Blende und optischer Bildstabilisierung
  • 12-MP-Zoomobjektiv mit f/2.4-Blende, optischer Bildstabilisierung und 2x-Zoom
  • 12-MP-Superweitwinkel mit f/2.4-Blende

Zumindest auf dem Papier können die Eigenschaften des Sony Xperia 1 überzeugen. Die Hardware war aber sowieso nie das Problem, die Software war der Stolperstein, den Sony einfach nie richtig hinbekommen hat. Ist es bei diesem Modell gelungen? Schauen wir uns zunächst die Kamera-App an.

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Optisch gefällt mir die Kamera-App auf dem Sony Xperia 1 sehr gut. Alles ist aufgeräumt, lässt sich einfach bedienen und erklärt sich im Grunde von selbst. Das Smartphone besitzt zudem einen dedizierten Kamera-Knopf an der Seite, sodass man einen echten Knopf zum Fokussieren und Fotografieren hat. Das ist in vielen Situationen einfach besser als die Berührung des Touchscreens. Der Wechsel zwischen Foto und Video lässt sich mit einem Wisch durchführen. Der Wechsel des Modus über ein kleines Menü. In der linken unteren Ecke, rechts neben dem Blitz-Symbol, wird die aktuelle Szene dargestellt, die genutzt wird. Die Software analysiert das Motiv und wählt das richtige Programm.

Doch es gibt ein Problem: Das Motiv wird im Sucher einfach nicht scharf dargestellt. Alles wirkt leicht matschig und man möchte immer wieder den Fokus neu setzen. Am Tage ist das Problem nur ganz leicht sichtbar, in der Nacht ist es wirklich störend, wie auf dem nächsten Bild zu sehen.

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Man weiß einfach nicht, was mit dem Motiv los ist. Man hat dauernd den Eindruck, dass das Bild komplett unscharf wird – wird es aber nicht, wie man an den nachfolgenden Fotos sehen kann. Tatsächlich ist nur die Vorschau einfach nicht scharf oder so stark komprimiert, dass sie den Benutzer verunsichert. So etwas hab ich bisher noch bei keinem Smartphone gesehen. Kommen wir zu den Fotos.

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Mit der 12-MP-Hauptkamera des Sony Xperia 1 gelingt so gut wie jedes Foto beim ersten Mal. Die Farben wirken sehr natürlich und sind recht warm gehalten. Das passt aber auch zu der Lichtsituation mit untergehender Sonne im Hintergrund. In den Ecken wird das Motiv aber deutlich unscharf – hier gut zu sehen am Busch rechts unten.

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Will man den Busch nicht im Bild haben, muss man näher rangehen und kann so auf die Superweitwinkel-Kamera umschalten. Damit wird deutlich mehr eingefasst, die Farben werden aber auch stark verändert. Im Vergleich zum vorherigen Bild ist hier ein deutlicher Rotstich zu sehen. Insgesamt ist der Fischaugeneffekt auch deutlich sichtbar. Andere Smartphone-Hersteller gleichen diesen Faktor stärker aus.

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Auch dieses Foto mit der Hauptkamera überzeugt. Insgesamt wurde das Flugzeug des Marinemuseums gut und scharf erfasst. Die Farben sind warm. Etwas Schärfe geht im Hintergrund und den Rändern verloren.

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Viel besser ist aber das Ergebnis des Teleobjektivs. Mit zweifacher Vergrößerung ist die Schärfe noch deutlicher, man kann viele Details besser erkennen und die Farben wirken realistischer. Dieses Foto ist richtig gut gelungen.

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Etwas gewöhnungsbedürftig ist dieses Ergebnis. Grundsätzlich kann man alles gut und scharf erkennen. Der Fischaugeneffekt ist aber extrem stark zu sehen. Eine so starke Krümmung kenne ich nicht von anderen Smartphones. In diesem Beispiel fällt das durch die Straße massiv auf. Auch hier ist ein deutlicher Rotstich zu sehen.

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Im Gegenlicht kommt das Sony Xperia 1 ganz klar an seine Grenzen. Der HDR-Modus hätte hier ein etwas bessere Bild erzeugen müssen. Viele Details gehen im Dunkeln verloren. Dabei waren die Lichtverhältnisse nicht so schwierig, dass dieses Ergebnis dabei herauskommen müsste.

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Der Autofokus hat mich insgesamt positiv beeindruckt. Dieses Foto ist ein perfektes Beispiel dafür. Die Katze hat ihren Kopf dauernd bewegt. Trotzdem wurde das Foto absolut scharf. Auch die Farben wirken natürlich.

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Man kann generell sagen, dass die Darstellung der Helligkeit und Farben sehr natürlich und dem echten Motiv entsprechend festgehalten werden. Wenn sich ein Objekt schnell bewegt, kann man, wie in der Situation, auch aus mehreren Bildern wählen. Das Sony Xperia 1 fängt bereits an zu fotografieren, noch bevor man auslöst. So trifft man immer den perfekten Moment.

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Im Dunkeln kann das Sony Xperia 1 leider nicht mit einem Huawei P30 Pro oder Samsung Galaxy S10 mithalten. Die Qualität ist aber in Ordnung. Es geht zwar viel in dunklen Bereichen des Bildes verloren, ein starkes Bildrauschen bleibt durch die hohe Blende aber aus.

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Verwendet man das Teleobjektiv mit geringere Blende, sinkt die Bildqualität rapide. Das Bildrauschen steigt und es ist noch weniger in dunklen Bereich des Bildes zu erkennen. Den Zoom sollte man nur benutzen, wenn es unbedingt sein muss.

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In dem Fall hatte das Sony Xperia 1 etwas Probleme damit, die Schärfe richtig zu setzen. Insgesamt aber durchaus ein brauchbares Foto.

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Ein Selfie darf natürlich nicht fehlen. Das Sony Xperia 1 liefert hier ein sehr gutes Ergebnis. Der Weitwinkel der Kamera könnte etwas größer sein. Ich musste das Handy schon sehr weit von mir weghalten, um das Boot noch aufs Bild zu bekommen.

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Eigentlich besitzt das Sony Xperia 1 eine optische Bildstabilisierung. Davon hab ich bei der Aufnahme des 4K-Videos aber nichts gemerkt. Es ist schon sehr stark verwackelt. Zudem ist keine Aufnahme mit 60 Bildern pro Sekunde möglich. Eigentlich reicht die Leistung des Smartphones dafür aus.

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Für echte Profi hat Sony die „Cinema Pro“-App vorinstalliert. Man soll mit der App wie mit der Profi-Kamera filmen können. Dazu kann man alle Eigenschaften manuell einstellen und das Ergebnis mit einem Stil beeinflussen. Ich persönlich bin nicht Profi genug, um alle Möglichkeiten damit ausschöpfen zu können. Trotzdem find ich es sehr gut, dass Sony diesen professionellen Weg einschlägt und damit gegenüber anderen Herstellern ein tolles Alleinstellungsmerkmal bietet.

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Ehrlich gesagt habe ich mir mehr von der Triple-Kamera des Sony Xperia 1 erhofft. Man kann mit dem Smartphone tolle Fotos machen, muss aber teilweise manuell eingreifen. Einfach loslaufen, etwas knipsen und dann ein perfektes Ergebnis zu erwarten, ist hier nicht immer möglich. Genau das können Samsung, Huawei und Apple viel besser. Dieses Smartphone richtet sich eher an versierte Nutzer, die mit den manuellen Einstellungen mehr herausholen können. Das ist auch nicht negativ zu bewerten. Trotzdem hätte ich mir im automatischen Modus eine bessere Bildqualität gewünscht. Vielleicht gibt es zukünftig noch ein Update, das nachbessert. Bis dahin bekommt das Sony Xperia 1 im Kamera-Test von GIGA 4 von 5 möglichen Punkten.

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