Zucchini pflanzen: Standort, Abstand, Düngen und Tipps

Zucchini können Sie auch im eigenen Garten anpflanzen. Kaum ein Gemüse ist so ertragreich wie dieser Verwandte des Kürbisses. Mit unseren Tipps können Sie bis zum Spätherbst leckere Zucchini ernten.

Zucchini aus Saatgut einfach selbst ziehen

Selbstverständlich können Sie im Gartenfachhandel oder auch im Baumarkt bereits vorgezogene Jungpflanzen erwerben. Aber auch die Anzucht aus Saatgut ist sehr einfach. Das spart nicht nur Geld, sondern ermöglicht Ihnen auch auf eine deutliche größere Sortenwahl zurückzugreifen. 

  • Wenn Sie Zucchini aus Saatgut heranziehen wollen, dann genügt es, wenn Sie damit bis etwa Mitte April warten. Denn die Jungpflanzen wachsen schnell und benötigen daher rasch mehr Platz. Ins Freiland dürfen Sie aber erst, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind.
  • Junge Zucchini vertragen das Umpflanzen nur schlecht und sollten daher schon bei der Aussaat in entsprechend große Töpfe gepflanzt werden. Darin verbleiben Sie dann, bis sie später endgültig ins Freiland gesetzt werden können. Je nach Region ist das etwa Mitte Mai der Fall.
  • Sobald die Samen gekeimt sind, benötigen die Jungpflanzen ausreichend Licht, um ein Vergeilen zu vermeiden. Dabei wachsen die Pflanzen schnell und dünn in die Höhe und sind dann schwach und anfällig. Ein geeigneter Fensterplatz oder LED Leuchten sorgen für ausreichend Licht.
  • An sonnigen und warmen Tagen sollten Sie Ihre Jungpflanzen tagsüber an einen geschützten Platz nach draußen stellen um Sie vorsichtig an die Sonne zu gewöhnen. Wählen Sie hierfür zunächst einen schattigen Platz, denn auch Pflanzen können Sonnenbrand bekommen. 

Der richtige Standort für Ihre Zucchini

Zucchini sind mit den Kürbissen verwandt und benötigen, genau wie diese, ausreichend Platz. Einen Quadratmeter pro Pflanze sollten Sie daher mindestens einkalkulieren. Da es sich bei Zucchini aber um ein äußerst ertragreiches Gemüse handelt, kommt selbst eine kleine Familie schon mit ein bis zwei Pflanzen gut aus. Meistens entsteht bei der Ernte sogar ein Überschuss, der dann an Freunde und Nachbarn weitergereicht werden kann.

  • Die Zucchini gehört ebenso wie der ähnlich anzubauende Kürbis zu den Starkzehrern. Daher kommt es den Pflanzen sehr entgegen, wenn Sie bereits bei der Pflanzung gut gereiften Kompost oder einen biologischen Langzeitdünger mit in das Pflanzloch einarbeiten.
  • Zucchini sind sehr wärmeliebende und sonnenhungrige Pflanzen. Wenn Sie Ihren Pflanzen einen entsprechenden Standort im Beet auswählen, wird Sie es Ihnen mit gutem Wachstum danken. Gute Beetnachbarn sind beispielsweise Stangenbohnen und Erbsen, die den Boden mit Stickstoff anreichern.
  • Fügen Sie Ihren Zucchini regelmäßig Nährstoffe zu. Wenn Sie dafür einen Dünger aus dem Handel verwenden, beachten Sie unbedingt die Dosierungsanleitung. Sie können aber auch Ihren eigenen, gut ausgereiften Kompost nutzen.
  • Auch Kaffeesatz lässt sich verwenden. Dieser wird um die Pflanze herum auf dem Boden ausgebracht und hat den positiven Nebeneffekt, dass Schnecken ihn meiden. Als alleiniger Dünger ist Kaffeesatz allerdings nicht geeignet und sollte nur ergänzend verwendet werden.

Wenn Sie selbst Zucchini pflanzen, können Sie eine reiche Ernte erwarten.

Pflege, Ernte und Verwendung

Einmal im Garten gut angewachsen sind Zucchini äußerst robust und benötigen abgesehen von regelmäßigen Düngegaben nur wenig Aufmerksamkeit. Eine Austrocknung der Wurzeln sollte man aber unbedingt vermeiden und daher bei Bedarf gießen. Bei guter Pflege kann man Zucchini je nach Region bis in den Spätherbst beernten.

  • In aller Regel bilden Zucchini selbst ein gutes Wurzelwerk aus und können sich mit Wasser aus dem Erdreich versorgen. In besonders heißen und regenarmen Sommern und trockenen Regionen kann ein regelmäßiges Gießen allerdings notwendig sein.
  • Ganz besonders wichtig ist es, Jungpflanzen nach dem Auspflanzen gut mit Wasser zu versorgen. Denn diese haben noch kein ausreichend großes Wurzelgeflecht ausgebildet.
  • Wenn Sie in den Urlaub fahren, können Sie einen lieben Nachbarn bitten, ihre Zucchini mit Wasser zu versorgen. Aber auch eine Tröpfchenbewässerung oder eine umgedrehte, mit Wasser gefüllte PET Flasche vermeiden die Austrocknung Ihrer Pflanzen.
  • Besonders lecker schmecken Zucchini, wenn Sie diese möglichst jung ernten. Das regt die Pflanze außerdem zur Bildung weiterer Früchte an. Pflücken Sie also möglichst täglich durch. Auch die Blüten sind essbar.
  • Zucchini lassen sich in Gemüsepfannen und Grillgemüse verwenden. Aber auch gemeinsam mit Tomaten und Paprika zu einer leckeren Sauce gekocht schmecken Sie lecker. Ganz besonders zu Reis oder Pasta. Und sie sind ein Hauptbestandteil von Ratatouille.
  • Mit einem Spiralschneider lassen sich Zucchini auch prima als “Nudeln” zubereiten. Ebenfalls köstlich sind gefüllte und überbackene Zucchini. Sie können Zucchini aber auch in mundgerechte Stücke schneiden und wie Saure Gurken oder Senfgürkchen einmachen.

Lesen Sie hier, wie gesund Zucchini wirklich sind.

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